Gastbeitrag von Susanne Seuffert: CBD – ein wertvolles Mittel für Hunde und Katzen

Gastbeitrag von Susanne Seuffert: CBD – ein wertvolles Mittel für Hunde und Katzen

Was genau ist eigentlich CBD?

Jeder spricht davon, aber was genau ist denn eigentlich das sogenannte CBD? Cannabidiol (CBD) wird aus der Hanfpflanze extrahiert, hat aber im Gegen­satz zu THC keine berauschende Wir­kung her­vor­ruft. Die Hanfpflanze enthält Mine­ralstoffe, Ballaststoffe, Proteine, Vitamine und Fettsäuren, besonders interessant für den (tier)medizinischen Einsatz sind aber folgende Stoffe:

  • Cannabinol
  • Terpene (Achtung – für Katzen giftig)
  • Cannabichromen
  • Flavonoide
  • Cannabigerol

CBD für Hund und Katze – viele gute Gründe für den Einsatz

Einem Bericht der Weltgesund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) zufolge, werden CBD folgende Eigen­schaf­ten zugeschrieben – das gilt zwar für den Humanbereich, trifft bei Hunden und Katzen aber ebenso zu.

CBD Öl ist kein Wundermittel und bietet auch nicht für jedes Problem eine Lösung. Aber die wertvollen Stoffe aus der Hanfpflanze können durchaus die Lebensqualität unserer Hunde und Katzen (und damit auch der Tierbesitzer) erhöhen und bei unterschiedlichen akuten und chronischen Beschwerden eingesetzt werden.

CBD kann…

  • Ängste und Stress reduzieren
  • Trennungsängste und Depressionen lindern
  • Chronische Schmerzen verringern
  • Neurologischen Funktionen verbessern
  • Das Tier wieder zur Aktivität bringen
  • Eine gesunde Verdauung unterstützen und Übelkeit mildern
  • Chronische Entzündung in Gelenken, aber auch im Darm reduzieren
  • Das Tier ruhiger und entspannter machen
  • Bei Unsauberkeit eingesetzt werden
  • Entzündungshemmend und krampflösend wirken
  • Bei feliner Hyperästhesie (Rolling Skin) und Epilepsie unterstützend eingesetzt werden
  • Das Immunsystem im Gesamten unterstützen
  • Antibakteriell und sogar antitumoral wirken
  • Wertvolle Hilfe in den letzten Stunden des Lebens leisten

Cannabiol (CBD) – Marihuana (THC)

THC und CBD gehören zwar beide zu den in Cannabis enthaltenen Cannabinoiden, aber THC ist giftig für Tiere, CBD nicht. Das nicht psychisch wirksame Cannabinoid wird aus weiblichen Hanfpflanzen gewonnen, es hat keine psychoaktiven Eigenschaften, macht also weder high noch abhängig.

Worauf du beim Kauf achten solltest:

Leider bricht der Hype um CBD nicht ab und es soll ja fast gegen „alles“ helfen. Hier lässt sich natürlich auch mit minderwertiger und teils unsauberer Ware viel Geld verdienen und gleichzeitig massiver Schaden anrichten. Daher solltest du dich genau informieren, wo du dein CBD Öl beziehst. Drogeriemärkte und andere „günstige Angebote“ würde ich definitiv nicht empfehlen.

Denn nur so kannst du verhindern, dass dein Vierbeiner mit dem vermeintlich guten Öl auch uner­wünsch­te Substanzen wie Pes­tizide, Insek­ti­zide oder Herbizide auf­nimmt.

Aufpassen beim Einsatz bei Katzen!

CBD-Öl enthält in den meisten Fällen auch Terpene und ätherische Öle, auf die Katzen allergisch reagieren. Katzen können aufgrund eines fehlenden Enzyms CBD-Öl nicht richtig abbauen. Die Katze vergiftet sich mit jeder Dosis etwas mehr. Leberversagen tritt ein.

Daher dürfen Katzen dürfen nur spezielles CBD-Öl erhalten, das frei von Terpenen und ätherischen Ölen ist.

Hanf-Öl und CBD-Öl – wo liegen die Unterschiede

Hanföl ist ein Nahrungsmittel, das durch Pressen von Hanfsamen gewonnen wird. Es wird oft bei BARF Fütterung zur Regulierung von chronischen Problemen im Verdauungsapparat eingesetzt.

CBD-Öl dagegen enthält Extrakte aus Blüten und Blättern der Hanfpflanze und wirkt deutlich stärker.

 

Kontraindikationen und Ausschlusskriterien für den Einsatz von CBD Öl:

  • Trächtigkeit, die Funktion der Plazenta kann eingeschränkt sein
  • Appetitlosigkeit kann verstärkt werden
  • Grundsätzlich sollte der Einsatz immer abgesprochen werden, wenn dein Liebling auf Dauer Medikamente einnehmen muss, dies gilt natürlich besonders bei Neuroeleptika, aber auch bei Gerinnungshemmern und Säurebindern.

CBD – der Einsatz bei Tumorpatienten

Durch die Erforschung des Endocannabinoidsystems konnten neue Erkenntnisse über die Entwicklung und Verbreitung von Tumoren gewonnen werden. Derzeit laufen sehr viele Studien zu diesem Thema. Einige dieser Studien sind vielversprechend, das endgültige Ergebnis muss allerdings abgewartet werden. Cannabinoide sollen die Protein-Rezeptoren besetzen und das Wachstum der Tumorzellen sowie die Metastasenbildung verhindern.

Bei Mäusen konnten Gliome (Tumoren im Gehirn und Nervensystem) durch eine Behandlung mit CBD innerhalb von 18 Tagen um 70 % reduziert werden. Es wird vermutet, dass die Antitumoraktivität von CBD auch auf andere Tumoren angewendet werden kann.

Meine eigenen Tiere im Praxistest

Diejenigen von euch, die mich persönlich kennen, wissen um mein eigenes Katzenthema. Ich habe einen Kater, der leider meine beiden älteren Mädels gern vermöbelt, der Haussegen hängt ziemlich schief. Das Problem hat sich zudem etwas verselbstständigt, da die beiden Damen vor meinem Kater mittlerweile einfach Angst haben und ich mittels einer Trenntüre für Frieden gesorgt habe, aber das soll nicht die Dauerlösung sein.

Bisher kann ich sagen: Nach fast zwei Jahren Trennung kann das Trio seit dem Einsatz eines - natürlich terpenfreien - CBD Öls  zumindest schon wieder gemeinsam fressen und manchmal klappt auch der Aufenthalt in einem Raum ohne Reibereien. Insgesamt hat sich die Situation deutlich verbessert.

Des Weiteren hatte ich das CBD Öl bei einem Hundepatienten im Test, hier der Bericht der Patientenbesitzerin:

Lisa P.: „Aufgrund von Durchfällen bei unserem 2-jährigen Rüden Sigi haben wir Frau Seuffert aufgesucht. Dabei konnte sie uns schnell helfen und die Durchfälle wurden besser. Wir haben uns (ohne Rücksprache mit Frau Seuffert) dann aufgrund von  verschiedener Themen dazu entschieden, bei Sigi einen Hormon-Chip setzen zu lassen, um herauszufinden, wie eine Kastration sich auf sein Gemüt auswirken würden. Da das Setzen eines Hormon-Chips auch mit Risiken verbunden sein und der Hund in den ersten  sechs Wochen mit unerwünschtem oder verstärktem negativen Verhalten reagieren kann  haben wir mit Frau Seuffert beschlossen unterstützend CBD-Öl zu geben. Die CBD- Einnahme haben wir 3 Tage nach dem Setzen des Chips angefangen. In den ersten zwei  Wochen reagierte Sigi mit leichtem Durchfall, woraufhin wir die Dosis etwas reduziert und anschließend wieder nach und nach erhöht haben. Ab der dritten Woche normalisierte  sich sein Kotabsatz wieder zunehmend. Uns ist in dieser Zeit aufgefallen, dass Sigi vor allem beim Gassigehen aufmerksamer und entspannter auf uns reagierte. Seine  Schlafdauer verlängerte sich in der früh um ca. 2 Stunden. Ab der vierten Woche war er  uns gegenüber anhänglicher und suchte vermehrt Körperkontakt. Sein Appetit steigerte  sich – er war von Welpenalter an, ein sehr schlechter Fresser – zu unserer Freude. Das  Spielverhalten mit anderen Hunden hat ebenfalls zugenommen.  In den letzten sechs Wochen konnten wir keinerlei auffälliges Verhalten feststellen. Im Gegensatz, Sigi wirkte auf uns um einiges entspannter und ruhiger. Wir denken, dass das CBD-Öl mit Sicherheit seinen Teil dazu beigetragen hat.“

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Austesten und freu mich über deine Erfahrungen mit dem CBD Öl.

Liebe Grüße

Susanne

 

Quelle: www.pfotencafe.de

Hast Du noch Ergänzungen? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Wir freuen uns über Deinen Kommentar.

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